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Der Neckar ­– 360 km Flusslandschaft vom Schwarzwald bis zur Mündung in den Rhein bei Mannheim

Für die Vorstellung von Flusslandschaften in Deutschland und Österreich sind wir diesmal im Südwesten Deutschlands unterwegs, genauer gesagt in Baden-Württemberg. Wir folgen dem Neckar, der dieses Bundesland von Süden nach Norden durchquert.

Der Neckar entspringt an den süd-östlichen Ausläufern des Schwarzwaldes im Schwenninger Moos und fließt zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb in nordöstlicher Richtung über Stuttgart und Heidelberg nach Mannheim, wo er in den Rhein mündet. Bekannte Städte am Neckar sind Horb, die Universitätsstadt Tübingen, Esslingen, die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart, Heilbronn, Heidelberg und schließlich Mannheim. Von Plochingen bis zur Mündung ist der Neckar dank Staustufen und Schleusenanlagen schiffbar. Von Heilbronn verläuft über ca. 100 km mehr oder weniger parallel zum Neckar ein Abschnitt der Deutschen Burgenstraße. Aber auch den Oberlauf des Neckars säumen viele sehenswerte Baudenkmäler.
Anfangs schlängelt sich das Flüsschen durch Auenlandschaften, die sich allmählich weiten. Bei Horb fließt der Neckar dann schon an Weinbergen entlang. Wer Anfang Juni am Necker unterwegs ist, sollte sich in Tübingen nicht das alljährliche Stocherkahn-Rennen entgehen lassen vor der historischen Kulisse der Neckar-Promenade. Die Weinberge bei Esslingen sind – auch im Winter – ein lohnendes Wanderziel. Und die Universitätsstadt Heidelberg mit ihrer weltberühmten Schlossruine ist ein weiteres Highlight des Neckartales.
Wir haben aus der reichhaltigen und abwechslungsreichen Erlebnisregion Neckartal 4 Outdoor-Aktivitäten ausgewählt.

Gemütliche Familien-Wanderung rund um das Schwenninger Moor

Es geht los ins Moos beim Parkplatz am Hilbenstadion am südlichen Ortsrand von Schwenningen. Von der Wegstrecke (ca. 5 km) ist die Tour nicht sehr lang. Doch weil es auf dem Weg durchs Schwenninger Moos sehr viele Pflanzen und Tiere zu entdecken gibt, kann sie mitunter doch 2 oder 3 Stunden dauern. Übrigens ist hier im Moos der Holzweg ausnahmsweise der richtige Weg, denn einige Passagen führen über Holzstege. Das hat zwei Gründe. Zum einen schützt der Holzsteg das fragile Ökosystem vor Schäden durch die Wanderer und zum anderen schützt der Holzsteg die Wanderer vor nassen Füßen. Trotzdem sollten Sie für diese Wanderung zu festen Trekking- oder Wanderschuhen greifen. Und den Fotoapparat nicht vergessen, denn es gibt über 100 Schmetterlingsarten, mehr als 50 verschiedene Vogelarten und Hunderte von z.T. seltenen Pflanzen zu entdecken. Der Weg führt durch Fichten- und Birkenwäldchen. Auffällig sind die vielen Entwässerungsgräben, die angelegt wurden, um Torf abzubauen. In den 50er Jahren wurde der Torfabbau eingestellt und das Moos renaturiert. Aus dem Schwenninger Moos entspringt als kleines Bächlein der Neckar. Auf zahlreichen Infotafeln werden die Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Man kann aber auch eine geführte Wanderung mit einem Moos-Guide buchen, der fast alle Pflanzen und Tiere kennt und noch die eine oder interessante Geschichte…

Wanderung von der Altstadt in Esslingen durch die Weinberge zur Katharinenlinde

Diese Wanderung ist eine herrliche Kombination von Kultur und Natur, und das Kulinarische kommt auch nicht zu kurz. Startpunkt ist entweder das Parkhaus am Pliensauturm oder, wenn man per Bahn anreist, der Bahnhof von Esslingen. Die einfache Strecke bis hinauf zur Katharinenlinde beträgt ca. 7 km. Aber bedenken Sie, dass es durch die Weinberge bergauf geht, planen Sie also gut 2 Stunden Gehzeit ein, runter geht’s dann etwas schneller. Sobald man die Altstadt verlassen hat, führt der Weg über Obstwiesen und durch die Weinbergterrassen. Je nach Jahreszeit gibt es entlang der Strecke einfache Schenken, in denen man einkehren und den herrlichen Blick über das Neckartal genießen kann. Besonders farbenprächtig zeigt sich dieser Weg im Herbst mit dem bunt gefärbten Weinlaub. Aber auch der Winter hat seinen Reiz, wenn Schnee oder Raureif zusammen mit den Rebstöcken herrliche geometrische Muster in die Landschaft zaubert. Den Abschluss dieser Wanderung bildet ein Bummel durch die malerische Altstadtkulisse mit den im Sommer blumengeschmückten Fassaden.

Radtour zwischen Neckar und Zaber durch die Weinberge bei Lauffen

Für diese beliebte Radtour im Heilbronner Land durch das Zabergäu und entlang des Neckars sollten Sie einen Tag einplanen, denn die reine Fahrzeit für die ca. 50 km lange Strecke beträgt ungefähr 5 Stunden. Insgesamt müssen ca. 300 Höhenmeter bewältigt werden – also durchaus machbar, auch wenn man keine Tour-de-France-Ambitionen hat. Und mit den entsprechenden Pausen in den Weinbergen verbringt man einen herrlichen Tag in abwechslungsreicher Wein- und Flusslandschaft. Start und Ziel ist die Geburtsstadt des Schriftstellers Friedrich Hölderlin. Literaturinteressierte sollten unbedingt das Hölderlinhaus besuchen. 
Auf den ersten Kilometern radeln wir an der Zaber entlang, einem kleinen Flüsschen, das aus den Weinbergen kommt, die wir gemächlich hinausradeln bis zur Weinschenke am Jupiterberg. Danach geht’s bergab, nächster Halt für Gartenfreunde ist der Rathauspark in Nordheim. Wer’s lieber naturbelassen mag, der verschnauft ein wenig im Naturschutzgebiet Prallhang, bevor die nächste kleine Steigung kommt. Die Anstrengung wird aber bald belohnt, denn auf der anschließenden Abfahrt zum Krappenfelsen hat man einen herrlichen Ausblick auf das Neckartal und die Weinterrassen.  
Aus den Trauben des Schwarzrießling, Trollinger und Lebberger wird hier der Katzenbeißer gekeltert. Der Legende nach hat dieser Wein seinen Namen daher, weil früher dieser Wein sehr teuer war. Man musste also tiefer in die Tasche greifen für diesen Tropfen. Das riss oder „biss“ ein Loch in die Geldkatze (So wurde damals der Geldbeutel genannt.) Danach geht’s zum Höhepunkt der Radtour, zum Schloss Liebenstein. Wer sich bis hierhin noch nicht mit einer Brotzeit oder Vesper belohnt hat, der hat hier eine gute Gelegenheit im Biergarten der Schlossanlage. Wenn Hunger und Durst gestillt sind, rollt man die letzten Kilometer meist bergab Richtung Laufen an den Ausgangspunkt der Tour.

Der Neckarsteig – Etappe 1 von Heidelberg nach Neckargemünd

Der Neckarsteig ist ein zertifizierter Fernwanderweg, der mit insgesamt 9 Etappen auf 128 km von Heidelberg im Norden nach Bad Friedrichshall im Süden führt. Die Etappen sind durch landschaftliche Schönheit, viele Sehenswürdigkeiten und mitunter anspruchsvolle Steigungen gekennzeichnet, die Ausdauer und gutes Schuhwerk erfordern. Alle Etappen sind gut mit dem ÖNPV erreichbar, und unterwegs gibt es auch „Ausstiegspunkte“, wenn man die Etappe abkürzen möchte. Für die ca. 13 km und 530 Höhenmeter der 1. Etappe sollten Sie mindestens 4 Stunden Gehzeit einplanen.
 
 
 
Offiziell beginnt die erste Etappe des Neckarsteigs am Heidelberger Schloss, der wohl berühmtesten Ruine Deutschlands. Seit seiner Zerstörung 1693 und der Verwüstung durch Blitzschlag im Jahre 1764 wurde es nicht wiederaufgebaut. Um die beeindruckende Schlossruine komplett sehen zu können, sollten Sie vor dem Start der Wanderung über die Alte Brücke zum sogenannten Philosophenweg gehen. Von dort aus haben Sie einen herrlichen Panoramablick auf die Barock-Brücke und die Schlossruine.Und dann steht auch schon die größte Herausforderung dieser Etappe auf dem Plan: Die Himmelsleiter. Dieser Wegabschnitt trägt zwar einen himmlischen Namen, ist aber höllisch anstrengend, denn es handelt sich um 1200 Treppenstufen aus behauenem Sandstein, die hinauf auf den 559 m hohen Königsstuhl führen. Glücklicherweise führt der Weg durch einen schattigen Laubwald. Oben angekommen wird die Mühe mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Wenn das Wetter entsprechend ist, kann man vom Oberrheingraben bis zum Pfälzer Wald sehen. Da man den Aussichtspunkt am Königsstuhl auch per Rad, Auto oder Bergbahn erreicht, sind hier nicht nur Wanderer, sondern auch Besucher der Falknerei, des Märchenparadieses und des Waldlehrpfades.
Der weitere Verlauf der Wanderung führt über Forstwege und Waldpfade bergauf und bergab. Von der Gemsberg-Hütte hat man einen schönen Blick auf die Neckarschleife bei Neckargemünd. Beim finalen Abstieg nach Neckargemünd kommt man an der Burgruine Reichenstein vorbei, die auf einem Plateau oberhalb der Stadt liegt.