Herbstwanderung im Ahornboden und entlang des Rißbaches im Karwendelgebiet

Unser Wanderziel liegt im Karwendelgebirge am Ende des Rißbachtals, das vom oberen Isartal abzweigt. Der Ahornboden ist eine weitläufige, nahezu ebene Almwiese, auf der locker verstreut Hunderte von Bergahornbäumen stehen, die vor allem ab Ende September mit ihrem herbstlich gefärbten Laub für eine Bilderbuchkulisse vor den schroffen Gipfeln des Karwendelgebirges sorgen. Das gesamte Tal des wildromantischen Rißbachs sowie der Ahornboden und die Almen und Berghütten auf den umliegenden Bergen bieten zahlreiche Wandermöglichkeiten in jedem Schwierigkeitsgrad. Von gemütlichen Spaziergängen im Talgrund bis zur Alpe Eng über Entdeckungstouren entlang des Rißbachs bis zu ausgedehnten alpinen Bergtouren ist hier für jeden Geschmack und jede Kondition alles möglich. Wer sich im Sommer auf den Weg zum Ahornboden macht, kann auf halbem Weg, kurz vor dem Ort Hinterriß, Wildwasserkanuten bei ihrem waghalsigen Ritt durch die reißenden Strudel der Rißbachklamm bestaunen. Und sportlich ambitionierte Naturfreunde können auch von Vorderriß bis zur Alpe Eng mit dem Fahrrad fahren: ca. 25 km und 450 Höhenmeter, mautfrei natürlich! Gut ausgerüstet? Jetzt geht's los!

Das Wetter macht das Programm!

Geplant hatten wir ursprünglich eine ca. 2,5-stündige Wanderung vom Parkplatz unterhalb der Engalm zur Binsalm. Doch aufgrund des wechselhaften Wetters mit Sturmböen und dichter Bewölkung haben wir unseren Plan geändert.
Begeistert vom alten Baumbestand mit knorrigen, vom Wind zerzausten Bergahornen beschlossen wir einfach gemütlich über die nur sanft ansteigende Almwiese zu wandern.

Ahornboden-Rundweg:
Gehzeit: ca. 2 Stunden, hin und zurück
Höhenmeter: ca. 50 m
Schwierigkeitsgrad: leicht

Da sich die Bewölkung im Talschluss festsetzte, beschlossen wir, nach unserem Rundweg, wieder ein bisschenaus dem Tal herauszufahren und eine kleine Erkundungstour entlang des Rißbaches zu unternehmen.

Rißbach-Uferweg:
Gehzeit: ca. 1 Stunde, hin und zurück
Höhenmeter: ca. 50 m
Schwierigkeitsgrad: mittel.

Anfahrt

Aus Richtung Augsburg/Ulm
Über B17 > B23 > B2 nach Garmisch und dann über Wallgau nach Vorderriß (Mautstraße € 5,-) und dann über Hinterriß zur Alpe Eng (Maut ab Hinterriß € 4,50)

Aus Richtung München
Über Bad Tölz B13, Sylvensteinspeicher nach Vorderriß und dann über Hinterriß zur Alpe Eng (Maut ab Hinterriß € 4,50)

Oder von Lenggries mit dem Bergsteigerbus:
https://www.ahornboden.com/lage/bus/

Einkehrmöglichkeiten:
Gasthof Post, Vorderriß
Gasthof zur Post, Hinterriß
Gaberl Alm, nach der Mautstelle im Rißbachtal
Die Eng, Alpengasthof Eng
Eng Alm

Und jetzt geht's los!

Vom Parkplatz aus stapften wir nun los. Zunächst folgtem wir dem Weg. Doch als wir bemerkten, dass die Weidezäune schon abgebaut waren, da nach dem Wintereinbruch in der Vorwoche die Jungrinder schon längst im Stall waren, gingen wir querfeldein zwischen den Bergahornbäumen durch. Schnell noch ein lustiges Erinnerungsbild gemacht, solange die Sonne schien.
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Na, was macht das Wetter?

Immer wieder richteten sich unsere Blicke auf die Wolken, die sich da über den Gipfeln zusammenschoben. Sonne, Schatten und Wind wechselten sich ab und in diesem Rhythmus zogen wir ParkasPullover und Fleecejacken an und wieder aus.
Während wir unsere „Zwiebelschalen“ sortierten, staunte Michl, unser Naturbursche, was wir alles dabei hatten, und amüsierte sich über unsere alpine Modenschau. „Reicht meine Fleecejacke über der Tunika, oder doch lieber den Parka?“ Wir waren auf alles vorbereitet und wechselten munter alles durch, was wir hatten.
Und schließlich entschied sich auch Michl noch einen wärmeren Pullover übers Flanellhemd zu ziehen. Und dann ging‘s gemütlich über die Weide vorbei an den Bäumen, die dem Ort seinen Namen gaben. Da wir abseits des Weges spazierten, waren wir froh über unser festes, wasserabweisendes Schuhwerk, das uns in dem buckeligen Gelände ausreichend Trittsicherheit gab.
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Da sich der Himmel zusehends eintrübte, beschlossen wir zum Auto zurückzukehren und ein paar Kilometer talauswärts zu fahren, in der Hoffnung, dass dort noch ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen wären. Auf der Hinfahrt hatten wir bereits eine interessante Stelle für die Querung des Baches ausgemacht. Eine kleine Erkundungstour über die Kiesbänke am Ufer entlang sollte für Abwechslung sorgen. Ganz so einfach, wie wir uns es vorgestellt hatten, war es allerdings nicht. Doch mit vereinten Kräften überwanden wir die ersten Hindernisse.

Und dann kam die Mutprobe!

Ein Steg, den sich wohl Jäger über den Bach gebaute hatten, das war genau das Richtige, was den Männern zu einem echten Erlebnistag noch gefehlt hatte. Da hieß es „Luft anhalten“ und vorsichtig drüberbalancieren!
Unser Mut hat sich ausgezahlt, denn ein paar Schritte weiter – fernab von Wanderparkplätzen und Gastronomie fanden wir ein sonniges Plätzchen auf einer Kiesbank für unsere wohlverdiente Brotzeit. In unseren Rucksäcken war nämlich nicht nur Platz für die passende Bekleidung, sondern auch für eine deftige Brotzeit.
Unser Mut hat sich ausgezahlt, denn ein paar Schritte weiter – fernab von Wanderparkplätzen und Gastronomie fanden wir ein sonniges Plätzchen auf einer Kiesbank für unsere wohlverdiente Brotzeit. In unseren Rucksäcken war nämlich nicht nur Platz für die passende Bekleidung, sondern auch für eine deftige Brotzeit.
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Ein bisschen fühlten wir uns in dieser atemberaubenden Kulisse wie in der Wildnis Kanadas. Ein gelungener Abschluss eines außergewöhnlichen Wandertages! Wir kommen bestimmt wieder, vielleicht im Sommer, wenn man sich die Füße nach dem Wandern im Rißbach abkühlen kann...

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