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Die Bremer Stadtmusikanten & Bremen

In unserer Reihe „wandern auf den Spuren von Märchen, Mythen du Legenden“ stellen wir Ihnen in diesem Artikel Bremen und das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten vor. 

Typisch Märchen: Die Tiere können sprechen


Der Kunstgriff, dass Tiere sprechen können, ist uralt. Schon in der Antike ließen die Schriftsteller sprechende Tiere auftreten. Die Blütezeit der Fabel war in Europa das Mittelalter und vor allem das 18. Und 19. Jahrhundert. Bis heute haben sich die Fabel-Namen der Tiere erhalten. Auch wenn Adebar (Storch), Isegrim (Dachs), Meister Petz (Bär), Meister Lampe (Hase) und Reinecke (Fuchs) nur noch in Kreuzworträtseln zu finden sind. Ein der bekanntesten deutschen Fabeln ist die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten.

Das Märchen der Bremer Stadtmusikanten in Kürze

Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn werden von Ihren Besitzern verstoßen, weil sie alt und nutzlos geworden sind. Um den Tod zu entgehen, fliehen sie und beschließen, zusammen nach Bremen zu ziehen, um dort Stadtmusikanten zu werden. Auf ihrer Wanderung kamen sie erschöpft an ein Haus im Walde, in dem Räuber bei Tische saßen. Um an das Essen zu kommen und die Räuber zu verjagen, ersannen die Tiere eine List. Sie stellen sich übereinander, der eine auf den Rücken des anderen, stießen die Türe auf und brüllten, bellten und krähten aus Leibeskräften, so dass die Räuber flohen und nie wieder kamen. Da beschlossen die Tiere in dem Haus zu bleiben und lebten dort glücklich und zufrieden.

Was hat das Märchen mit Bremen zu tun

Um es kurz zu machen: Allen Mythen und Legenden zum Trotz hat das Märchen mit Bremen fast gar nichts zu tun. Der Umstand, dass Bremen im Titel des Märchens vorkommt, ist höchstwahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass Bremen im 18. und 19. Jahrhundert ein Sehnsuchtsort war, von dem aus viele Tausende Auswanderer in die Neue Welt starteten, wo sie ein besseres Leben suchten. Ein andere Verbindungspunkt vom Märchen ist der Begriff Stadtmusikanten. Vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert beschäftigte Die Stadt Bremen Stadtmusikanten. Und im Mittelalter besäßen die Bewohner bürgerliche Freiheitsrechte. Daher kommt auch die heute noch benutzte Redewendung „Stadtluft macht frei!“.

Bremen und die Stadtmusikanten

Obwohl die tierischen Stadtmusikanten aus dem Märchen nie in Bremen angekommen sind, trifft Bilder und Skulpturen von ihnen überall in der Hansestadt an. Ob die große Bronzeskulptur vor dem alten Rathaus oder auf Fußgängerampeln, wo das Ampelmännchen den Bremer Stadtmusikanten Platz gemacht hat.

Erkunden Sie die Hansestadt Bremen auf verschiedenen Themen- und Wanderwegen

Tour 1: Auf einem ca. 5 km langen Spaziergang entdecken Sie die Altstadt und Szene-Viertel.

Zwischen historischen Bauwerken, alten Stadtvierteln und alternativer Künstler- und Handwerkerszene geht es gemütlich durchs Stadtzentrum. Die Tour startet am Marktplatz und führt vorbei an Dom und Rathaus zu den alten Wallanlagen. Von hier aus lohnt ein Abstecher in die Straße Fedelhörn, wo Antiquitätenhändler Ihre Ware anbieten. Rund ums Obere Ostertor kann man viele herrschaftliche Häuser bewundern; diese dienten seinerzeit als eine Art Katalog. Anhand der verschiedenen Gestaltungselemente der Häuser konnten damals Bauherren auswählen, wie ihr zukünftiges Haus aussehen sollte. Danach betreten Sie das Kultviertel von Bremen, das die Einheimischen auch „Bermuda-Dreieck“ nennen, weil es dort viele Bars und Clubs gibt. Am Unteren Steintor findet an manchen Tagen ein bunter Ökomarkt statt. Bremens ältestes Stadtviertel heißt Schnoor.

Tour 2: Quer durch Bremens grüne Lunge: 12 km durch den Bürgerpark und den Stadtwald

Keine Angst vor der langen Strecke, es gibt genügend Rast- und Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Und auch für Kindern ist reichlich Abwechslung vorhanden. Gleich hinter dem Hauptbahnhof startet der Spaziergang. Es geht am Hollersee entlang, den Weg flankieren verschiedene Skulpturen. Die nächsten Zwischenziele heißen Laubengang und Waldbühne, wo es im Sommer an Sonntagen Frühschoppen gibt; die dazugehörige Musik ist schon von weitem zu hören. Anschließend lädt der Stadtwaldsee zu einem erfrischen Bad ein. Danach kann man gemütlich am Torfkanal entlang bummeln. Von da aus geht’s wieder zurück über Stadtwald und in den Bürgerpark. Für Kinder ist auf dem Rückweg das Tiergehege einzuplanen oder eine Ruderpartie auf den verschiedenen Wasserläufen.

Tour 3: Eine Fahrt im Torfkahn.

Direkt bei der Messe starten die Fahrten auf den Torfkähnen, auf denen früher die Torfblöcke aus dem Teufelsmoor transportiert wurden. Auf nachgebauten, schwarzen Torfkähnen schippert man von April bis Oktober gemütlich an Bürgerpark, Universum Bremen und Blockland vorbei bis nach Dammsiel. Nebenbei erfährt man von den historisch gekleideten Torfschiffern Wissenswertes über die Torfgewinnung und die Besiedlung des Moors.

Tour 4: Bremen und Umgebung mit dem Fahrrad erkunden

Es gibt viele Tourvorschläge für Bremen. Wir haben für Sie zwei herausgegriffen: Raus geht’s an den Osterdeich, das Naherholungsgebiet von Bremen mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Zuerst an der Weser entlang und dann wird mit der Fähre übergesetzt und der Werdersee umrundet. Oder Sie machen eine sogenannte Drahtesel-Safari durch Bremen. Sie führt vorbei an vielen schönen Plätzen. Bei einer Art Quiz lernen Sie auf insgesamt 16 km in ca. 5 Stunden Wissenswertes und Kurioses über Bremen – ganz in Ihrem eigenen Tempo.