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Rennradfahren – drei Ratschläge für Einsteiger

Rennradfahren ist auch in Zeiten, in denen die E-Bikes an Beliebtheit gewinnen, eine tolle, abwechslungsreiche und gesunde Sportart für alle Freizeitradler. Sie bewegen sich an der frischen Luft, sehen und riechen die Landschaft und trainieren auf schonende Weise fast alle Muskelpartien Ihres Körpers. Radfahren ist im Allgemeinen gut für Herz und Kreislauf, erhöht die Ausdauer und noch dazu stärkt sportliche Betätigung das Immunsystem. Und Sie können Radtouren mit Stadtbesichtigung kombinieren und anderen Hobbies wie. z. B. Fotografieren. Wir haben Ihnen in diesem Artikel die drei wichtigsten Tipps für Einsteiger zusammengestellt.

Was Sie beim Kauf eines Rennrades beachten sollten

Schrecken Sie beim Begriff Rennrad nicht gleich zurück. Wir reden hier nicht über Sportmaschinen, wie man sie von den großen Radrennen kennt, sondern über leichte Räder, die vornehmlich für Straßen oder geteerte Radwege konzipiert sind. Sie zeichnen sich – je nach Preis – durch geringes Gewicht aus und einen nach unten gebogenen Lenker. In der Regel haben Sie keine Schutzbleche. Sie sind mit einer Kettenschaltung ausgestattet und haben vorn 2 oder 3 Kettenblätter und am Hinterrad 7 – 9 Zahnkränze, so dass Sie für jede Streckensituation den optimalen Gang wählen können. Die Reifen sind sehr schmal, das reduziert den Rollwiderstand, so dass Sie über längere Strecken schneller fahren können. Die Sättel von Rennrädern sind ab Werk in der Regel lang und schmal, es spricht aber nichts dagegen, dass Sie sich im Fahrradgeschäft den Sattel aussuchen, der für Sie am bequemsten ist.
Bei den teureren Modellen sind hochwertigere Materialien verbaut. Die Rahmen können dann aus superleichtem Karbon sein, ebenso die Vorderradgabel.
Ganz modern sind sogenannte Gravel-Bikes. Diese unterscheiden sich von den Rennrädern durch etwas breitere und robustere Reifen, so dass Sie auch mal auf einem Schotterweg fahren können, ohne Angst haben zu müssen, dass Sie eine Reifenpanne haben. Die Übersetzung, das heißt die Kombination von vorderen Kettenblättern und hinteren Zahnkränzen ist so abgestimmt, dass Sie auch größere und längere Steigungen besser bewältigen können. 

Mit der richtigen Bekleidung macht Rennradfahren noch mehr Spaß

Der Helm

Sicherheit kommt zuerst. Obwohl in Deutschland keine Helmpflicht besteht, sollte man dennoch einen tragen. Moderne Helme sind leicht und bieten nicht nur Schutz bei Stürzen. Einige Modelle haben bereits integrierte Sonnenvisiere, die auch gegen den Fahrtwind bei rasanten Abfahrten effektiv schützen. Es gibt luftige Modelle und Schalenmodelle, vergleichbar mit Skihelmen. Für die klassischen Fahrradhelme gibt es auch Überzieher, falls es regnet. 

Schutzbrillen

Auf jeden Fall sollten Sie eine Schutzbrille tragen, gegen Sonnenlicht, gegen den Fahrtwind und gegen Insekten. Tränende Augen oder eine kleine Fliege im Auge kann zu schmerzhaften Stürzen führen. 

Trikot und Radlerhose

Material des Trikots und der Hose sowie Länge der Ärmel bzw. der Hosenbeine wählen Sie je nach Temperatur. Bei der Hose können Sie auf Ihre normale Sportshort zurückgreifen oder auf eine Bermuda und Sie ziehen einfach eine Radlerunterhose darunter. Sie können ein spezielles Radtrikot kaufen, das einen durchgehenden Reißverschluss hat. Oder Sie greifen zu einem Funktionsshirt mit langen oder kurzen Ärmeln. Darüber tragen Sie bei Bedarf einen Windbreaker oder eine Regenjacke. Für Radler gibt es spezielle sehr dünne und sehr leichte Regenjacken.

Schuhe

Für den Anfang reichen Trekkingschuhe oder Sportschuhe völlig aus. Wer ein Fahrrad hat, das mit sogenannten Klickpedalen ausgestattet ist, der braucht spezielle Fahrradschuhe, die zum Klicksystem passen. Sportschuhe oder Trekkingschuhe oder Trekking-Sandalen haben den Vorteil, dass man bei Pausen oder wenn man z. B. eine Stadt besichtigt, darin sehr gut laufen kann. Und wenn Fotografen mal absteigen und nach dem besten Standpunkt für ein Foto suchen, sind sie in Sportschuhen sicherer und bequemer unterwegs.
Wir empfehlen Ihnen Sportsocken in den Trekking- oder Sportschuhen zu tragen. Die sind bequem und sorgen für ein angenehmes Fußklima.

Sicherheit

Wenn Ihre Radroute auch über Landstraßen führt, ist es ratsam eine reflektierende Schutzweste zu tragen, dass Sie rechtzeitig von Autofahrern gesehen werden. Ein Frontlicht sowie ein Rücklicht gehört zur Standardausstattung wenn Sie auf öffentlichen Straßen unterwegs sind. Es kann ja vorkommen, dass die Tour aus irgendeinem Grund länger und man bei Dunkelheit unterwegs ist.

Rucksack

Selbstverständlich gibt es spezielle, kleine und leichte Fahrradrucksacke, sogar mit integrierter Trinkblase. Aber für den Anfang reicht ein kleiner Wanderrucksack völlig aus. Darin finden ein Verbandszeug, Sonnencreme, Brotzeit und Getränke etc. Platz.
 

Fahrradausflüge allein oder in der Gruppe?

Die spontane Radrunde am Feierabend machen Sie am besten allein. Es lohnt sich nicht, sich lange abzusprechen für eine kleine Runde. Manchmal müssen Sie auch wegen des Wetters schnell los und können nicht lange warten. Am Wochenende können Sie sich mit Freunden verabreden und eine längere Runde planen, mit Besichtigungen und Einkehr oder einem Picknick.
Wenn Sie ambitionierter sind, sollten Sie einen Trainingsplan verfolgen, um Kondition aufzubauen mit dem Ziel einer großen Ausfahrt, z. B. in den Bergen oder rund um einen See.
Das Trainingsziel könnte aber auch ein mehrtägiger Radurlaub sein. Sehr beliebt sind Alpenüberquerungen oder – etwas gemütlicher Genusstouren entlang von Flüssen wie der Donau (Passau – Wien), des Main oder der Saale. 
Aber jetzt brauchen Sie erstmal Ihr Start-Equipment und ein paar Trainingskilometer!