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Der neue Erlebnistrend – Die Natur bei Wanderungen mit Tieren neu erleben

Wandern, ob in den Bergen oder auf Küstenpfaden und entlang von Flüssen ist eine seit Jahren immer beliebtere Freizeitgestaltung. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist vielfältig und beginnt bei leichten Spaziergängen, geht weiter über Tagestouren bis hin zu mehrtägigen Touren und sogenannten Fernwanderungen. Die Königsdisziplin sind dabei Alpenüberquerungen oder der berühmte Jakobs-Pilgerweg. 
Wir stellen Ihnen heute eine neue Spielart vor, die sich wachsender Popularität erfreut: Das Wandern mit Tieren. Bekannt sind mehrtägige Trekkingtouren mit Eseln oder Lamas. Zum Reinschnuppern in das neue Wander- und Naturerlebnis eigenen sich besonders gut Hundewanderungen, vor allem mit Huskys. Diese Hundewanderungen dauern von 1 bis 2 Stunden bis zu einem halben oder ganzen Tag, je nach körperlichen Voraussetzungen. 

Was ist das Besondere an Hundewanderungen?

Bevor Missverständnisse aufkommen: Hier geht es nicht um Wandern mit dem eigenen Hund. Es geht um ein besonderes Angebot von Hundeführern, die ein eigenes Rudel – meist Schlittenhunde oder Huskys – besitzen und Wanderungen mit ihren Hunden anbieten. Sie brauchen also keinen eigenen Hund. Diese Hunde haben einen natürlichen Bewegungsdrang und sind an Menschen und ans Wandern gewöhnt. Im Zentrum dieser Wanderungen steht das Naturerlebnis zusammen mit dem Hund, mit dem Sie sozusagen ein kleines Team bilden. So haben Sie eine ganz andere, völlig neue Wahrnehmung der Natur und ein Erlebnis, das gekennzeichnet ist von vielen Überraschungen und komplett neuen Eindrücken. Das Marschieren tritt dabei teilweise in den Hintergrund, das ist vor allem für Kinder sehr interessant, die normalerweise nicht unbedingt fürs Wandern zu begeistern sind.

©Alexandre Bridenne

Vor dem Aufbruch zur Wanderung

Erfahrene Hundewanderführer kennen Ihre Hunde bestens, können deren Temperament perfekt einschätzen und teilen jedem Teilnehmer den Hund zu, der zu ihm passt. So ist gewährleistet, dass niemand überfordert wird. Vor der Wanderung wird erst mal ausgiebig gekuschelt, damit sich Wanderer und Hunde aneinander gewöhnen. Die Teilnehmer lernen spielerisch mit dem Hund umzugehen und ihn zu führen.

Die Ausrüstung für Hundewanderungen

Die Hunde tragen ein Brustgeschirr, an dem die elastische Leine befestigt wird. Die Wanderer tragen einen speziellen Gürtel, ähnlich einem Klettergurt, an dem die Hundeleine eingeklinkt wird. Sie müssen also nicht immer die Leine in der Handhalten. Dank der langen elastischen Leine haben Hund und Wanderer genügend Bewegungsspielraum. Nach ein paar Minuten hat sich jedes Team eingespielt und aneinander angepasst und die Wanderer bekommen immer mehr Sicherheit und können das oft spielerische Erlebnis genießen.

© Alexandre Bridenne

Bergauf geht leichter als bergab

Wenn die ersten Steigungen kommen, werden Sie es genießen, dass Ihr Hund Sie zieht und Sie Kraft sparen. Diese werden Sie brauchen, wenn es dann wieder bergab geht. Denn dann müssen Sie die Hunde bremsen. Aber keine Angst der Hundeführer hat immer ein Auge auf Sie und greift notfalls ein, sollte Ihr Hund zu schnell sein. Und dann merken Sie auch, warum die ersten Hundewanderung nur 1 bis 2 Stunden dauern sollte. Während die Hunde nicht genug bekommen können, brauchen Sie bestimmt eine Pause. Den Hunden macht das übrigens viel Spaß, für sie ist das das Sommertraining, denn im Winter kommen sie meistens als Schlittenhunde zum Einsatz. A propos Winter. Hundewanderungen kann man auch im Tiefschnee unternehmen mit Schneeschuhen.

Wo kann man Hundewanderungen machen?

Mittlerweile gibt es in vielen Sommer- und Wintersportorten Anbieter von Hundewanderungen vom Allgäu bis in den Thüringer Wald. Im Sommer kann man mit den Bergbahnen der Hitze entkommen und auch oberhalb der Baumgrenze wandern. Und auch im Winter gibt es an vielen Orten ein ausgedehntes Netz an präparierten Winterwanderwegen. Im Winter sollten Sie diese bitte nicht verlassen, um das Wild, das Ruhe braucht, nicht aufzuscheuchen.